Unser Artikel in den aktuellen Tangstedter Seiten (06/2026): Am 27. Mai hat die Gemeindevertretung den Nachtragshaushalt beschlossen. Notwendig geworden war er, da der Kreis Stormarn vorher dem Haushalt nur eingeschränkt zugestimmt hatte. Im Haushalt enthalten sind nun Einsparungen von ca. 1,5 Mio. Euro. Am 11. Juni hat daraufhin die Kommunalaufsicht den Haushalt der Gemeinde genehmigt.
Dem Beschluss vorangegangen waren intensive Beratungen der Einnahmen- und Ausgabeseite des Haushalts. Dazu gehört auch der Stellenplan der Gemeinde. Aufgrund der finanziellen Lage mussten hier ebenfalls Einsparungen gesucht werden.
Besonders unser 2. Stellv. Bürgermeister Johannes Kahlke (SPD) hat sich dabei intensiv eingebracht. Er konnte in Abstimmung mit Amt sowie Leitungen Effizienzsteigerungen ausfindig machen und Stellen an die tatsächliche Besetzung anpassen. Der Gemeinde werden hier nun ca. 500.000 € jährlich gespart. Gleichzeitig sind Entlassungen vermieden worden und den Mitarbeitenden der Gemeinde konnte mehr Sicherheit gegeben werden.
Mit den Einsparungen im Haushalt holen wir auch Versäumnisse aus der letzten Wahlperiode nach. An den intensiven Beratungen konnten sich alle Parteien durch konstruktive und umsetzbare Vorschläge beteiligen.
Durch die Vorgaben der Kommunalaufsicht sind leider auch Maßnahmen im Nachtragsaushalt, die aus freien Stücken wohl nicht beschlossen worden wären. Dazu gehören die Gebühren des Schulkinderhauses.
Trotzdem ist Schlimmeres verhindert worden: Von der Verwaltung wurden Beiträge mit Deckungsgraden von 75 %, 90 % und 100 % vorgeschlagen. Bei den ohnehin stark steigenden Lebenshaltungskosten war eine so hohe Erhöhung für uns ausgeschlossen. Aus diesem Grund beantragten wir eine verringerte Steigerung der Elternbeiträge auf einen Deckungsgrad von maximal 70%.
Um Eltern und Kommunen wie Tangstedt wirklich zu entlasten, müsste die CDU-Landesregierung tätig werden. Beispielsweise durch die Erhöhung der Zuschüsse des Landes für die bestehenden Ganztagsangebote. Initiativen der SPD in diese Richtung wurden leider bisher von der CDU-Landesregierung abgelehnt.
Die CDU kann sich nicht aus der Verantwortung stehlen: Bundesländer wie Hamburg, Niedersachsen oder Mecklenburg-Vorpommern zeigen, dass Kitas und Ganztagsbetreuung in den Kernzeiten kostenlos sein können!
Wir hoffen, dass nun die Haushaltsperre aufgehoben werden kann. Wir wissen, dass sie für viele Ehrenamtliche mit starken Einschränkungen verbunden ist.
SPD-Grillfest am Bürgerhaus Rade am 20. Juni: Wir danken allen Gästen. Ein Bericht zum Fest folgt in den nächsten Tangstedter Seiten.
Ingrid Sichau
SPD-Fraktionsvorsitzende
Mika Bättjer
SPD-Ortsvereinsvorsitzender

